Die Amsel

Mehr als ein Jahr war die Amsel mein malerisches Thema.

Die Amsel, wer kennt sie nicht!

Sie betört uns mit ihrem melodiösen Gesang.

Sie gehört zu unserem alltäglichen Bild.

Und weil die Amsel so selbsverständlich ist,

nimmt man sie manchmal gar nicht richtig wahr.

 

Der neugierige Vogel, der hinter mir her hupft, wenn der Rasen gemäht wird.

Der übermütige, der im Gartenteich sich ausgiebig badet und die Federn plustert.

Der aufgeregt alarmiert, wenn Katzen in der nähe sind.

Der im Herbst meine Weintrauben wegfrisst.

Und im winter die Brekkies von den Katzen auch nicht verschmäht.

Die Amsel, die im Laub scharrt nach essbarem, als wäre sie inkognito als Huhn unterwegs.

Die Amsel, die manchmal zur Vollbremsung zwingt, weil sie im Tiefflug vor dem Auto zur anderen Straßenseite will.

 

Die Amsel ist einer der ersten Singvögel, die im Frühjahr morgens zu hören sind.

Kurz vor Sonnenaufgang beginnt sie ihr Lied, und ist auch oft spät nachmittags und abends, teilweise bis in die vollkommene Dunkelheit zu hören.

 

Einst war die Amsel ein scheuer Waldvogel. Seit Mitte des 19 Jahrhunderts hat die Amsel sich in Vororten und den Zentren der Großstädte bei uns ausgebreitet.

Sie werden in freier Wildbahn vier bis funf Jahre alt.

 

Die Amsel, ein Vogel den ich ins Herz geschlossen hab.

Und der für mich zum Inspirationsbrunnen wurde, mich künstlerisch damit auseinander zu setzen.

Die Beatles zum Beispiel haben sich musikalisch mit der Amsel auseinander gesetzt und ihr ein eigenes Lied gewidmet: " Blackbird"